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Deutscher Start-Up Monitor: Gründer blicken positiv in die Zukunft

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Die deutschen Start-up-Gründer blicken positiv in die Zukunft, wie der dritte Deutsche Start-up Monitor von KPMG vom September 2015 zeigt. Während 89,3 Prozent die damals aktuelle Geschäftslage zufriedenstellte, erwarteten 76 Prozent eine Verbesserung in den nächsten sechs Monaten. Das zeigte sich auch beim Personal. Durchschnittlich gab es 17,6 neue Arbeitsplätze durch Start-ups, in Berlin sogar 27,7. Für das nächste Jahr wurde die Einstellung acht neuer Mitarbeiter geplant, wodurch sich in 2016 fast 50.000 neue Stellen in der Start-up-Szene ergeben.

Internationale Start-ups gerade in Berlin und München
In den Start-ups hatten 22 Prozent der Arbeitnehmer keine deutsche Staatsbürgerschaft, 13,3 Prozent kamen aus der Europäischen Union. Bei den Berliner Start-ups gab es 33,7 Prozent ausländische Mitarbeiter, in Münchener Start-ups waren es 26,7 Prozent, womit sie am internationalsten waren. Gut zehn Prozent der Gründer kamen auch aus dem Ausland, allerdings gab es mehr ausländische Gründerinnen als Gründer. Deutschland ist ein attraktiver Standort für internationale Fachkräfte und Unternehmen, die hier Wachstum und Arbeitsplätze schaffen. Deshalb muss ihr Start auch in den Behörden und Verwaltungen verbessert werden anstatt sie durch komplizierte Anträge und Sprachbarrieren zu vergraulen. 75 Prozent der Start-ups strebten ins Ausland und haben eine klare Wachstumsstrategie. Ein gutes Signal war, dass rund 63 Prozent der Start-ups, die damals nur in Deutschland aktiv waren, ins Ausland strebten.

Gründer haben oft schon mehr als ein Unternehmen gegründet
Bei rund 45 Prozent der Start-up-Gründer war das aktuelle nicht das erste Unternehmen. 21,2 Prozent hatten schon zwei oder mehr Unternehmen gegründet. Ein Drittel hatten schon einmal das gegründete Unternehmen aufgegeben, Ursache hierfür war aber nur bei 3,4 Prozent eine Insolvenz. Weiterhin selbstständig würden mehr als 80 Prozent der Start-up-Gründer bleiben, sollten sie das aktuelle Unternehmen aufgeben. 87,2 Prozent planten keinen schnellen Exit, sondern wollten beim Unternehmen bleiben. Start-up-Gründer sind von ihrem Produkt oder ihrer Dienstleistung und dem Leben als Unternehmer sehr begeistert. Und sie sind mit einem Mittelwert von 8,0 gegenüber 6,8 deutlich zufriedener mit ihrem Leben als Angestellte. Das deutsche Bildungssystem muss darauf reagieren, indem unternehmerisches Denken und Handeln besser vermittelt werden.

Business Angels als wichtigste externe Kapitalquelle
Den befragten Start-ups wurden mehr als 1 Mrd. Euro zur Verfügung gestellt. Mit 79,9 Prozent war die wichtigste Kapitalquelle bei der Finanzierung die eigenen Ersparnisse, 32 Prozent wurden von Freunden und Familie unterstützt. Bei 20 Prozent erfolgte die Finanzierung u. a. mit Venture Capital, bei 29,7 Prozent mit Business Angels, die damit die wichtigste externe Kapitalquelle sind. Da ohne Business Angels keine Start-ups möglich wären, ist die steuerliche Mehrbelastung für Business Angels negativ zu bewerten.

Zahl der weiblichen Gründer in 2015 gestiegen
Mit rund 13 Prozent ist die Zahl der Gründerinnen in 2015 gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Das Durchschnittsalter bei Männern bei der Gründung liegt bei 34,9 Jahren, bei Frauen bei 35,1 Jahren. Noch bleibt abzuwarten, ob es sich hierbei um einen Trend handelt.

Quelle: https://home.kpmg.com/de/de/home/newsroom/press-releases/2015/09/deutschlands-start-ups-in-zahlen.html

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