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Banken-Regulierung: Geschäftsmodelle von Bank-Dienstleistern werden auch beeinflusst

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Die zunehmend strikte Banken-Regulierung nimmt immer mehr Einfluss auf die Geschäftsmodelle ihrer Dienstleister. Eine aktuelle Studie von PwC zum Reifegrad bankfachlicher Dienstleister zeigt, dass die Überwachung der eigenen Prozesse bei den Anbietern viel intensiver geworden ist. Rund 71 Prozent der Dienstleister prüfen regelmäßig, ob die eigenen Prozesse die regulatorischen Anforderungen einhalten. 90 Prozent überprüfen regelmäßig die Einhaltung der Datenschutzrichtlinien. In den letzten zwei Jahren gab es eine deutliche Verbesserung der Prozesse, 71 Prozent der Dienstleister dokumentieren alle Prozesse zentral und einheitlich.

Deutliche Verbesserungen bei Bankendienstleistern, aber auch noch Verbesserungspotenzial
Banken müssen ihre Dienstleister steuern als wären sie Teil des Konzerns, was zu einer Erhöhung der Reportingpflichten und der Anforderungen an das interne Kontrollsystem der Dienstleister geführt hat. Bei den meisten Dienstleistern gab es mittlerweile deutliche Verbesserungen in der Dokumentation, im Vertriebsmanagement und der Servicesteuerung, es gibt aber noch viel Verbesserungspotenzial.

Auslagerung von Wertschöpfungsprozessen an Spezialisten
Finanzinstitute lagern schon seit Jahren Teile ihrer Wertschöpfungsprozesse an Spezialisten aus. Damit fallen die bankfachlichen Aufgaben, die die Geldhäuser aus Kosten- und Effizienzgründen nicht mehr selbst erledigen wollen oder können, in den Aufgabenbereich der Dienstleister. Die Dienstleister tragen somit auch einen Teil des Wettbewerbs mit. Die Kostensenkung durch Skaleneffekte und die gleichzeitige Gewährleistung hoher Qualitätsstandards ist für sie sehr wichtig, vor allem da Banken selbst aufgrund der andauernden Niedrigzinsen stark unter Ertragsdruck stehen.

Bereitschaft der Banken zum Outsourcing sinkt
Der Trend geht außerdem seit einiger Zeit weg vom Outsourcing. Die Banken sind wegen der regulatorischen Anforderungen und dem damit verbundenen Aufwand weniger zur Auslagerung von Teilen ihrer Prozesse bereit. Einige Institute planen sogar die stärkere Automatisierung der Prozesse im eigenen Haus anstatt sie auszulagern. Die Dienstleister stehen durch die entgangenen Aufträge unter zusätzlichem Druck.

Einige Bereiche mit Umsatzsteigerungspotenzial
Die Studie untersucht die Wachstumsaussichten der untersuchten 13 Segmente. Potenzial zur Umsatzsteigerung gibt es noch in der Abwicklung von Kreditgeschäft, bei Compliance-Dienstleistungen und der Kontenverwaltung. Da die Märkte schon sehr gesättigt sind, ist in der Wertpapierabwicklung, Wertpapiertransporten und dem Zahlungsverkehr weniger Wachstum zu erwarten. Für den anhaltenden Erfolg sollten Dienstleister sich auf Schlüsselbereiche fokussieren, die Banken gern auslagern. Eine Diversifikation der eigenen Abnehmerschaft kann auch sinnvoll sein.

Quelle: http://www.pwc.de/de/pressemitteilungen/2014/banken-regulierung-schlaegt-auf-dienstleister-durch.jhtml

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