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IT-Sicherheit: Maßnahmen gegen Wirtschaftsspionage haben Priorität bei deutschen Unternehmen

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81 Prozent der deutschen Unternehmen ergreifen verstärkt Maßnahmen zum Schutz vor Ausspähung. Das zeigt die Studie der NIFIS Nationale Initiative für Informations- und Internet-Sicherheit e. V. PRISM und seine Nachfolgeskandale haben bei 88 Prozent der deutschen Unternehmen mehr Bewusstsein für Datenschutz geschaffen. 79 Prozent konzentrieren sich vor allem auf den Schutz vor Hackerangriffen. 74 Prozent sind laut der NIFIS-Studie aber weiterhin verunsichert bezüglich der Zugriffsmöglichkeiten fremder Geheimdienste bei ihren Ausspähaktionen.

Unternehmen fordern mehr Sicherheit beim Cloud Computing
Das erhöhte Sicherheitsbedürfnis äußert sich bei 69 Prozent der deutschen Unternehmen in der Forderung von mehr Sicherheit beim Cloud Computing. 77 Prozent wählen den Cloud-Anbieter in Abhängigkeit von den Datenschutzgesetzen, denen sie unterliegen. Vor allem Anbieter, die Server in Deutschland und teilweise auch in anderen Teilen Europas haben, bieten sehr hohe Sicherheitsstandards. In den USA; Japan, Indien und China hingegen ist das Datenschutzniveau nicht mit den hohen europäischen Standards vergleichbar.

Schutz vor Wirtschaftsspionage muss höheren Stellenwert einnehmen als bisher
Die Bundesregierung spielt eine große Rolle bei der Abwehr von Wirtschaftsspionage und anderen Cyber-Gefahren mit den Eckpunkten des geplanten IT-Sicherheitsgesetzes, der 50 Millionen Euro-Förderung im Rahmen des Projektes „Smart Service Welt“ und den Bemühungen, die deutsche Wirtschaft mit großem Aufwand auf die digitalen Herausforderungen vorzubereiten. Der Stellenwert des Schutzes vor massiver Wirtschaftsspionage muss in Wirtschaft, Staat, Wissenschaft und Gesellschaft muss noch höher werden als bisher. Zusätzlich muss es ein umfassendes Förderprogramm für Innovationen im Bereich IT-Sicherheit und Datenschutz geben. Die Entwicklung neuer, fortschrittlicher Sicherheitstechnologien ist eine nationale Aufgabe für Deutschland, denn die momentane IT-Sicherheitssituation ist für eine moderne Informations- und Wissensgesellschaft wie Deutschland nicht ausreichend.

Interner Datenklau spielt große Rolle
Nicht nur extern, auch intern droht der Datenklau. 80 Prozent der deutschen Unternehmen verstärken hier die Schutzmaßnahmen. Hierbei spielen bei 53 Prozent auch Verhaltensregeln im Umgang mit Social Networks und bei 59 Prozent die Sicherheit bei Collaboration eine wichtige Rolle. Letzteres bezieht sich sowohl auf die Zusammenarbeit zwischen Mitarbeitern als auch mit Partnern oder Kunden.
Quelle: http://www.nifis.de/veroeffentlichungen/news/datum/2014/11/26/studie-it-sicherheit-2015-deutsche-unternehmen-verstaerken-massnahmen-gegen-wirtschaftsspionage/

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