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Innovationen: Unternehmen aus traditionellen Branchen holen bei Innovationsführerschaft auf

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Im Ranking der global 50 innovativsten Unternehmen haben deutsche Unternehmen aus traditionellen Branchen deutlich aufgeholt, sieben von ihnen haben es unter die 50 globalen Innovationsführer geschafft in 2015. In den Top-Ten finden sich BMW auf Platz 7 (2014: Platz 18) und Daimler auf Platz 10 (2014: Platz 25). Bayer schafft es von Platz 45 in 2014 auf Platz 11 und BASF von Platz 48 im Vorjahr auf Platz 29. Die Allianz erreicht beim Einstieg in die Top 50 Platz 25, während Audi nicht mehr vertreten ist. Siemens liegt als einziger deutscher Technologiekonzern in den Top 50 auf Platz 30. Das zeigt die BCG-Studie "The Most Innovative Companies 2015: Four Factors that Differentiate Leaders".

Innovationsführer beschränken Innovation nicht auf Technologien und Produkten
Für Innovationsführer ist das Thema Innovation nicht allein auf Technologien und Produkte beschränkt, sondern umfasst auch neue Dienste, Kundenschnittstellen, Partnerschaften und sogar neue Geschäftsmodelle. Die deutsche Autoindustrie gehört hier zu den Pionieren wie man an neuen Technologien wie dem autonomen Fahren, neuen Produkten wie Hybrid und Elektrik, neuen Diensten wie Connected Car, innovativen Kundenschnittstellen via diverse Handels- und Onlineformate und innovative Geschäftsmodelle wie Car Sharing sieht.

Deutscher Maschinenbau bei Automatisierungstechnik Innovationsführer
Gerade erfolgreiche Unternehmen fördern in Sachen Innovation evolutionäre und disruptive Ansätze zugleich. Vor diesen Herausforderungen stehen Start-ups nicht. In der Automatisierungstechnik ist auch der deutsche Maschinenbau schon lange Innovationsführer. Nicht nur werden die Chancen von Sensorik, Vernetzung und Big Data verstärkt genutzt, auch neue Geschäftsmodelle wie Predictive Maintenance und softwarebasierte Simulationen, die sich um Daten und Applikationen drehen, werden stark forciert. Ebenso ist Deutschland bei modernen und IT-gestützten Fertigungsmethoden wie 3D-Druck ganz vorn mit dabei.

Traditionsfirmen stellen gut die Hälfte der Top-10-Innovationsführer
Die Zahl der Innovationsführer aus traditionellen Branchen steigt wieder. Führend in den Top 10 der innovativsten Unternehmen sind zwar Technologie- und Marktführer Apple, Google, Microsoft und Samsung, aber auch weitere Autobauer wie Toyota oder Tesla Motors sind vertreten. Traditionsfirmen stellen damit die Hälfte der Top-10-Innovationsführer, ebenso wie 17 der 22 Neuplatzierten. 2014 lagen hier noch die Technologiefirmen deutlich vorn. Erstmals in 2015 wurden auch die Innovationsführer der eigenen Branche abgefragt. So belegen auch unbekanntere Innovationsführer wie der Pharma- und Biotechhersteller Gilead Sciences die vorderen Plätze im Ranking (Platz 8). Innovationsführer nutzen vier Erfolgsfaktoren für sich: Innovationsgeschwindigkeit, effiziente Forschung und Entwicklung, die Nutzung von Technologieplattformen und die systematische Erschließung von Märkten rund ums Kerngeschäft. In einer digitalen Welt geht es auch um die konstante Weiterentwicklung von Innovationsprozessen. Sogar Banken machen sich bei der Entwicklung von Produkten und Diensten die Herangehensweise von Startups zunutze, indem sie schnellstmöglich und nur mit den notwendigsten Funktionen beginnen und dann das Kundenfeedback zu Verbesserungen nutzen. Abgesehen von diesen Minimum Viable Products gehören auch agile Vorgehensweisen und das Orchestrieren offener Innovationsnetzwerke zu den wichtigen Erfolgsfaktoren.

Quelle: http://www.bcg.de/media/PressReleaseDetails.aspx?id=tcm:89-202170

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