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Recherche Journalisten: Dialogische Recherchewerkzeuge werden zunehmend genutzt

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Journalisten nutzen zunehmen onlinebasierte Kontaktportale, wie eine Studie der Universität der Bundeswehr München herausgefunden hat. Dabei waren die Erfahrungen von 40 Prozent der Nutzer von Recherche-Portalen positiv, nur 16 Prozent haben negative Erfahrungen gemacht. Diese dialogischen Recherchewerkzeuge sind für Journalisten eine zusätzliche Möglichkeit, zu ihren Recherchethemen Gesprächspartner und Informationen zu finden. Die Pressestellen von Unternehmen, Verbänden und Hochschulen können über diese Kontaktplattformen den Massenversand von Pressemitteilungen vermeiden und stattdessen die Journalisten kontaktieren, wenn sie zu einem bestimmten Thema Informationsbedarf haben und die Kontaktaufnahme möchten.

Zwei dialogische Rechercheplattformen am meisten bekannt unter Journalisten
Im deutschsprachigen Raum sind zwei dialogische Plattformen besonders bekannt: der seit 20 Jahren tätige Expertenmakler des Informationsdienstes Wissenschaft (28 Prozent) und die vor zwei Jahren gestartete Medienkontakt-Plattform Recherchescout (26 Prozent). Der Bekanntheitsgrad anderer Anbieter kommt über den einstelligen Prozentbereich nicht hinaus.

Pressemeldungen werden weniger zu Recherchezwecken genutzt
Ohne Suchmaschinen und Datenbanken geht es bei den Recherchen der Journalisten nicht. Sie nutzen sie immer mehr, allerdings gibt es dort nur für alle zugängliche Informationen. Für exklusive Informationen und Illustrationsbeispielen zu Themen, die noch keine Medienpräsenz hatten, greifen die Journalisten verstärkt auf andere Wege wie dialogische Plattformen zurück. Pressemeldungen hingegen werden weniger berücksichtigt. Fast jeder zweite Pressetext wird ungelesen gelöscht, in 2013 waren es "nur" 40 Prozent.

Quelle: PM Recherchescout

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