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Incentivierungen für Online-Befragungen schlagen die klassischen Marktforschungsattitüden

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Spendenaufrufe können einen guten Anreiz für die Teilnehmer an Onlinebefragungen geben, wenn man gegen sinkende Responseraten vorgehen will. 64 Prozent der deutschen Internetnutzer würden an einer Online-Befragung zum Thema Baumspende teilnehmen, so eine Umfrage von GreenAdz. Ein zusätzlicher Anreiz bietet die bereits bei Panelteilnehmern bekannte Vergütung mit einem Euro je Befragung.

Incentives gibt es in vielen unterschiedlichen Formen
Der Einblick der Unternehmen in die Kundensicht wird durch die Marktforschung intensiviert. Faktoren wie der Erfolg einer Marketing-Kampagne, die Gestaltung von Produktfeatures oder die Bereitschaft ein Produkt zu nutzen, werden durch die Marktforschung zusätzlich erläutert. Heutzutage wird nicht mehr in ein Produkt oder einen Markt investiert, wenn es keine belastbaren Zahlen gibt. Viele Nutzer haben allerdings die dauernden Befragungen satt. Mittlerweile nehmen 40 Prozent der Deutschen nicht mehr an Online-Befragungen teil. Sogar diejenigen, die zuvor an Online-Befragungen teilgenommen haben, teilen sich ihre Zeit mittlerweile sehr ein. Fast alle (mehr als drei Viertel) der Befragten gingen davon aus, dass sie für ihr Feedback eine Entlohnung in Form von Incentives bekommen. Auch bei den Incentives gibt es Vorlieben. Die Entlohnung muss nicht immer kostspielig sein. Am liebsten wird eine direkte Geldüberweisung per Paypal gesehen. Das zweitbeliebteste Incentive ist eine Baumspende in Form eines nicht-monetären Anreizes. Aber auch andere Formen der Spenden, wie die Spende an ein SOS-Kinderdorf oder eine Zuwendung an Greenpeace erfreuen sich einer immer größerer Beliebtheit als rein monetäre Belohnungen.

Welche sind die populärsten Incentives
Auf Platz eins liegen die direkten Geldüberweisungen auf ein Paypal-Konto (80 Prozent) dicht gefolgt von den Baumspenden für ein Klimaschutzprojekt (64 Prozent). Mit drei Prozent weniger folgen die Ein-Euro-Spenden an ein SOS-Kinderdorf. Auf Platz vier folgt dann die Teilnahme an einer Verlosung von fünf Mal 100 Euro Amazon-Gutscheinen (54 Prozent). Greenpeace bekommt dahingegen 2 Prozent weniger an Ein-Euro-Spenden. Auf dem sechsten Platz folgen dann die Ein-Euro-Gutscheine für iTunes, Google Play oder andere Anbieter. Auf dem letzten Platz liegen dann die Rabattcodes für einen Anbieter, die einem zehn Prozent einräumen. Fraglich ist allerdings, warum spendenbasierte Incentives so reizvoll sind. Einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten, reizt jeden Zweiten und jeder Vierte glaubt zudem, dass es eine sinnvolle Tat ist. Die Marktforschung hat ergeben, dass Anreize wie Baumspenden nicht nur die Teilnahmebereitschaft erhöhen, sondern auch die Fallzahl an sich. Vorteil eines nachhaltigen Incentivierungskonzepts ist, dass sich auch Menschen überzeugen lassen, welche sonst nicht an Online-Befragungen teilnehmen. Ergebnis ist, dass sich so die Stichprobe noch mehr der Online-Soziodemografie annähert und somit auch die Qualität der Studienaussage steigt. Die Teilnahmebereitschaft erhöht sich in den meisten Fällen, wenn erfolgreiche Incentives mit einer hohen Transparenz einhergehen. Vier von zehn Befragten gaben an, insbesondere wegen mangelnder Klarheit zum Auftraggeber oder dem Umfrageziel die Teilnahme zu verweigern. Und 78 Prozent fühlen sich von einer Einladung via Pop-up-Fenster belästigt.
Quelle: http://www.socialon.de/2015/11/25/baumspende-schlaegt-shopping-gutschein/

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