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Der Weg zur Massentauglichkeit von autonomen Fahrzeugen

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Zurzeit gibt es noch einige Probleme, wenn es um die massentaugliche Produktion von autonomen Fahrzeugen geht. Verschiedene Interessen spielen in diesem Industriezweig unterschiedliche Rollen und führen zu einem Spannungsverhältnis. Durch das autonome Fahren kommen viele Neuigkeiten und wesentliche Veränderungen auf die Gesellschaft, den Gesetzgeber, das Taxigewerbe, die Versicherungsindustrie und Dienstleister zu. Mithilfe des autonomen Fahrens könnte die Reisezeit durch weniger Staus um 40 Prozent verringert werden. Zudem würden sich weitere Vorteile wie die Reduzierung von Unfällen und ein bequemeres Fahren aus dem autonomen Fahren ergeben. Auf der anderen Seite bedürfen Themen wie die Haftungsfrage, Datenschutz-Bedenken oder Sicherheitsrisiken noch einer Klärung. Im Jahr 2015 gab es fünf schwere Hacker-Angriffe auf unterschiedliche Hersteller-Modelle (8 Millionen Fahrzeuge). Um diese Probleme zu beheben ist es vonnöten, dass die einzelnen Automobil-Hersteller zusammenarbeiten.

Die gesellschaftliche Akzeptanz ist eine der größten Hürden
Fast 55 Prozent der Endverbraucher wären bereit, ein zumindest teilautonomes Fahrzeug zu kaufen. Ein voll autonomes Fahrzeug würden immerhin noch 40 Prozent der befragten Endverbraucher kaufen. Der möglichen Massentauglichkeit stehen allerdings technische, regulatorische und gesellschaftliche Probleme gegenüber. Eine Herausforderung wird es sein, Cyber-Attacken gänzlich zu verhindern. Nützliche Hilfestellungen bei der Aufdeckung von Sicherheitslücken können Foren wie „White-Hat-Hacker“ geben.

Mittels einheitlicher Industriestandards die Präzision erhöhen
Bei autonomen Fahrzeugen spielen die Aktualität von digitalen Straßenkarten und die Abbildung der physischen Umgebung eine wichtige Rolle. Zurzeit gibt es solche Karten allerdings nur in einer geringen Anzahl und auch nur für wenige Länder. Hierfür ist es unerlässlich, dass industrieweite Standards geschaffen werden und sich die Kommunikation der selbstfahrenden Fahrzeuge untereinander noch wesentlich verbessert.

Regionale Unterschiede müssen vereinheitlicht werden
Experten fordern, dass sich in Zukunft die Haftungsfrage auf die Hersteller verlagert. Problematisch dabei könnten die unterschiedlichen Regularien in den Ländern sein. So ist das autonome Fahren in 73 Ländern auf der Welt gar nicht erlaubt. Denn Auflage ist, dass der Fahrer jederzeit die Kontrolle über das Fahrzeug haben soll. Eine Veränderung dieser Regelung soll in naher Zukunft in Angriff genommen werden. In den USA ist das autonome Fahre bereits in die Regularien aufgenommen worden. Allerdings kommt es zu sehr hohen Kosten für den Fahrer bei einem möglichen Unfall. Hierzu bedarf es nicht nur einheitlicher Haftungsregelungen, sondern auch eines internationalen technischen Zertifizierungsstandards. Erfolgreiche Pilotprojekten wie in Singapur decken die Vor- und Nachteile des autonomen Fahrens im Alltag auf. Mithilfe des Beispiels Singapur können so empirische Daten für neue Mobilitätskonzepte gesammelt werden.
Quelle: http://www.bcg.de/media/PressReleaseDetails.aspx?id=tcm:89-195833

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